„Hohes Maß an Engagement“

ESSLINGEN: 50 000 Euro für die Kardiologie http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Bild544816_1.cfm Der Herzklopfen-Vorstand übergibt die große Spende (v.l.): Karl-Otto Kaltenbach, Professor Matthias Leschke, Geschäftsführer Bernd Sieber, Kurt Wenger, Birgit Kaltenbach, Kerstin Haußmann, Wolfgang Haußmann, Otto HuisselFoto: Bulgrin

(dob)- Der Förderverein Herzklopfen spendet 50 000 Euro an die Esslinger Kardiologie. Gestern hat der Vorsitzende Wolfgang Haußmann gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern den Scheck an Professor Matthias Leschke, den Chefarzt der Klinik für Kardiologie und an Bernd Sieber, den Geschäftsführer des Klinikums, übergeben.

„Ich bin den Mitgliedern des Vereins Herzklopfen sehr dankbar“, sagte Leschke. „In Zeiten wie diesen ist es nur mit einem außergewöhnlich hohen Maß an Engagement und Ideenreichtum möglich, solche Summen zusammenzubekommen.“ Die Kardiologie kann das Geld gut gebrauchen. Denn die Förderungen des Landes werden laut Geschäftsführer Sieber immer weiter zurückgeschraubt. Damit lasse sich zwar noch das Notwendige finanzieren, doch für das Wünschenswerte fehle das Geld. Für die 50 000 Euro will die Kardiologie einen intravaskulären Ultraschall anschaffen. „Damit kann man die Herzkranzgefäße messen“, erklärte Leschke. Diese Daten seien wichtig, um eine Entscheidung bei der Behandlung von Gefäßverengungen zu treffen - also zum Beispiel um die Frage zu beantworten, ob ein Stent eingesetzt werden soll oder nicht. Auch dank des Vereins Herzklopfen verfüge die Esslinger Kardiologie inzwischen über alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, die auch eine Uniklinik anbiete.

Die Spendensumm setzt sich aus Beiträgen der 108 Vereinsmitglieder, aus privaten und gewerblichen Spenden sowie aus den Erlösen verschiedener Benefizveranstaltungen zusammen. Doch Wolfgang Haußmann will sich darauf nicht ausruhen. Der Vorstand plant bereits zahlreiche weitere Aktionen, wie zum Beispiel Präventionsprojekte und einen Sponsorenlauf in Esslinger Schulen.

Artikel vom 23.04.2010 © Eßlinger Zeitung